Etwas zur Geschichte des Honigs

Etwas zur Geschichte des Honigs

Das Wort Honig entstammt aus dem althochdeutschen „Honang“, was soviel heisst wie„der Goldfarbene“.

 

Etwa 12'000 Jahre alte Felsmalereien, die in einer Höhle in Spanien gefunden wurden, zeugen von der Kenntnis und der Wertschätzung des Honigs der damaligen Bewohner. Lange vor unserer Zeitrechnung wurde die Heilkraft des Honigs von den Ägyptern, Sumerern, Babyloniern und Chinesen genutzt und geschätzt.

 

Noch bis ins hohe Mittelalter war Honig das einzig gebräuchliche Süssungsmittel.

 

Schon zu Zeiten der Römischen Herrschaft wurde in Mittel- und Südeuropa reger Handel mit Honig betrieben. Man züchtete und hielt sich schon damals eigene Bienenvölker.

 

Der griechische Arzt Hippokrates (460 – 370 v. Chr.) verwendete Honig als Medizin zum innerlichen und äusserlichen Gebrauch.

 

Schon die alten Ägypter kannten und schätzten die desinfizierende und antibakterielle Wirkung des Honigs bei äusserlichen Anwendungen. Sie setzten deshalb den Honig auch bei ihren Balsamierungen mit ein!

 

Wie Honig entsteht:

 

Nachdem die Bienen sich beim Sammeln der Pollen an Nektar und Honigtau gütlich getan haben, sorgen im Magen körpereigene Säfte mit der Vermengung der gesammelten Stoffe. Nektar ist eine Drüsenabsonderung der Pflanzen, das zur Anlockung von Insekten dient, die die Pflanze dann durch Pollenübertragung bestäuben soll. Pflanzensauger, vor allem Schild- und Blattläuse, scheiden nach dem Verzehr von Zucker und eiweisshaltigen Pflanzensäften eine zuckerhaltige Flüssigkeit aus: den sog. Honigtau.

 

Verschiedene Zucker, Säuren, Minerale, Stickstoffverbindungen, Vitamine und andere Stoffe des Nektars bestimmen die Eigenschaften des Honigs.

 

Interessant zu wissen ist, dass Bienen quasi Umweltgifte filtern! Kommen Bienen mit Giftstoffen auf Pflanzen (Abgase, Pflanzenschutzmittel, Pestizide usw.) in Berührung, sterben sie daran, noch bevor sie den Rückweg zu ihrem Bau schaffen. So verhindern sie auf natürliche Weise ein Einschleppen von Giftstoffen in den Bau!

 

Was enthält Honig?

 

Honig enthält hauptsächlich (70 – 80%) verschiedene natürliche, einfache Zuckerarten (Kohlehydrate). Die grössten Anteile sind vor allem Frucht- und Traubenzucker. Aber auch geringe Mengen an Mehrfachzuckern wie Saccharose, Rohrzucker und Dextrose sind in Honig vorhanden. Der Traubenzucker wird nach der Einnahme sofort ins Blut übernommen und ohne eigene Umwandlungsprozesse des Körpers sofort in Energie umgewandelt. Deshalb ist der Honig ein „Sofort-Energie-Spender“. Enzyme sorgen für die Aufspaltung der verschiedenen Zuckerarten, die so für den Körper leichter bekömmlich sind.

 

Der Wassergehalt eines fertigen Honigs liegt meist unter 20%. Dies ist abhängig von Faktoren wie: Klima, von der sog. Tracht und so weiter. Je weniger Wasser der Honig enthält, umso länger ist die Lagerfähigkeit bestimmt.

 

Weitere wichtige Bestandteile des Honigs:

 

Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium, Natrium, Magnesium, Silikate, Eisen, Kupfer, Chlor, Mangan, Phosphor, Selen, Schwefel; Proteine, Vitamine und Spurenelemente.

 

Der Geschmack wird entscheidend durch die – obwohl nur in geringen Mengen vorhandenen – Säuren beeinflusst. Blütenhonig enthält weniger als 1%, Waldhonig unter 2% an Säuren. Bis 500 verschiedene Aromastoffe, die nur in Spuren vorkommen, beeinflussen den Charakter eines Honigs.

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